Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Valerie Wilson Wesley: Todesblues

Diogenes Verlag, 287 Seiten, DM 39.90
ISBN-Nr.: 3-257-06208-7

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

schon "In Teufels Küche" war ein glänzend geschriebener Krimi, den ich hier an gleicher Stelle rezensiert habe. Der Nachfolger "Todesblues" ist um keinen Deut schlechter. Wieder schafft es Valerie Wilson Wesley uns in die Welt der Schwarzen in New Jersey zu entführen. Und wieder wurde das Werk kongenial von Gertraude Krueger übersetzt - vorbildlich!

Zur Story: Klar, daß ein toter schwarzer Drogendealer der weißen Polizei nicht gerade die Tränen in die Augen triebt. Nur seine Mutter will den Tod ihres Sohnes nicht einfach akzeptieren und engagiert unsere Heldin Tamara Hayle. Und schnell zeigen sich Verstrickungen der untersten und obersten Schichten auf. Eine Familie zeigt dabei besonders ungewöhnliche Verhaltensweisen auf. Ob das wasserdichte Alibi hält, oder ob Tamara Hayle mit ihrem Instinkt mal wieder richtig liegt?

"Ein Stück literarischen Jazz" nennt die Süddeutsche Zeitung Valerie Wilson Wesleys Krimis. Und das zu Recht: Keine andere ist so nah am Streetlife, keine andere ist so nah an den Kids und an den Schwarzen in Amerika. Höchst beeindruckend, fesselnd und spritzig - ein Krimi der Extra-Klasse...

Didine van der Platenvlotbrug

Wesley, Valerie Wilson: Todesblues
Diogenes Verlag 1999, 285 S.
ISBN 3-257-06208-7, DM 39,90

Die Besprechung erschien am 27. Mai 1999

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