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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Sarah Strohmeyer, Geoff Hansen: Barbie außer Rand und BandAgimos Verlag, 135 Seiten, 30 Fotos,
Geneigte Leserin, geneigter Leser,Barbie ist wohl das Kunstprodukt dieses Jahrhunderts. Sie spiegelt die piefig-miefige Welt des real existierenden Konsums wieder: Und was entdecken wir im Leben der jungen Dame: nichts außer viel Langeweile in pink. Das sollte uns eigentlich eine Lehre sein - aber nein weiterhin versprüht die junge Dame, die inzwischen 40 ist, ihren süßlich-klebrigen Duft und wird von Generation junger Mädchen und nicht mehr ganz so jungen Tunten geliebt. Wobei es sich bei den Tunten wohl eher um eine Haßliebe handelt. Für uns alle ist nun das ultimative Buch über Barbie erschienen: eine böse, sehr böse Persiflage auf die neunundzwanzig Zentimeter große Gummipuppe. In diesem Buuch lernen wir Barbie von ihrer dunklen Seite her kennen: JA, sie hat Sex, auch mit Frauen, sie raucht und bezieht Sozialhilfe... Dieses Buch ist eine sehr gelungene Parodie aus Amerika auf die US-amerikanische weiße Mittelschicht. Es erfreut das Tuntenherz soviel Spott und Bosheit über Barbie ausgeschüttet zu sehen. Also, werte LeserInnen, ran an dieses Buch. Dieses Buch kommt aus den USA und ist eine Übersetzung. Deshalb gibt es einige Gags und Ideen, die für uns EuropäerInnen teils unverständlich sind, teils umständlich erklärt werden müssen. Wer, außer Blessless Mahoney, kennt Patty Hearst oder Anita Hill - macht aber nix, denn Andrea Neese hat als Übersetzerin das fast unmögliche geschafft und das amerikanische Original erläuternd übersetzt... Danke für dieses Buch, daß die Tuntenherzen höher schlagen lassen wird. Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 20. Juni 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |