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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Hans Stempel, Martin Ripkens: Hyperion am Bahnhof ZooDeutscher Taschenbuch Verlag, 220 Seiten, DM 19,90 Geneigte Leserin, geneigter Leser,ich gehöre zu den wenigen Menschen, die mit Berlin überhaupt nichts anfangen können. Die Stadt ist mir zu groß, die Leute zu aggressiv, die Szene zu platt und die Menschen zu überheblich. Somit bin ich vielleicht nicht gerade prädestiniert, eine Rezension über ein Berlin-Homo-Buch zu schreiben. Aber schnell bin ich positiv überrascht, die beiden Herausgeber haben wirklich nette, spannende, lustige, komische Kurzgeschichten zusammengesucht, und gerade diese Mischung macht dieses Buch so hervorragend. Die Autoren sind zwischen 1864 und 1962 geboren, geben also gut hundert Jahre schwulen Lebens in Berlin wieder. Und wie unterschiedlich sind da die Blickwinkel, der junge Arbeiter in den 20er Jahren und seine ganz schüchterne Liebe zu seinem besten Freund, die Mutter, die von ihrem in Berlin lebenden Sohn in den 80/90er Jahren in die Homoszene mitgenommen wird, oder das Schwulsein im "Dritten Reich". Dieses Buch ist eine wirklich gelungene Sammlung kurzer und kürzester Erzählungen oder von Ausschnitten aus Erzählungen, die durch die Mischung und Kombination besonders gut wirken. Kann man besten Gewissens kaufen und verschenken... Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 25. Juli 1998 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |