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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Jean M. Redmann: Stirb, Jokaste!Ariadne Krimi Verlag, 511 Seiten, DM 21.00
Geneigte Leserin, geneigter Leser,Redmann ist wirklich eine Entdeckung wert, gerade auch für die schwule oder heterosexuelle LeserInnenschaft! Einen einfach gut geschriebenen und gut inszenierten Krimi hat Frau Redmann hier abgeliefert. Die Privatdetektivin Micky Knight aus New Orleans ist eingeladen auf dem Gay-Event des Jahres: Die Lesbenmutter der Region lädt alles was in der Szene Rang und Namen hat auf ihr Landgut ein um zusammen ein großes Sommerfest zu feiern. Aus dem rauschenden Fest wird schnell ein Debakel, nach dem unsere Heldin Micky die Leiche eines jungen Mädchen auf dem Grundstück der Gastgeberin findet. Die Polizei wird mit der Aufklärung dieses Falles beauftragt. Wenige Tage später wird Micky beauftragt, die anonymen Drohbriefe, die in einer sozialen Medizineinrichtung eingehen zu untersuchen. Schnell stolpert sie wieder über Leichen junger Frauen und Mädchen, die offensichtlich alle eine Abtreibung hinter sich hatten. Versucht jemand die soziale Einrichtung zu diskreditieren oder arbeitet die Chefin, die Micky wegen der Drohbriefe engagiert hatte wirklich so schlecht, daß sie die Leichen in ihrem eigenen Keller verscharren würde? Auf den über 500 Seiten schafft es Redmann, einen durchgehend spannenden und komplexen Krimifall zu entwickeln, der vor ungeahnten Wendungen und überraschenden Einfällen nur so strotzt. Das ganz neben bei das gesamte Privatleben unserer Heldin beleuchtet wird, gibt dem ganzen einen besonderen Reiz. Sie ist ein wundervoll gezeichneter gebrochener Charakter. Und so wirkt dieser Krimi äußerst authentisch, ist super-spannend und fesselnd. Der Redmann muß man wohl eine eins plus ins Krimizeugnis schreiben.... Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 20. Juni 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |