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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Maria Nurowska: Wie ein Baum ohne SchattenFretz und Wasmuth Verlag, 284 Seiten, gebunden, Geneigte Leserin, geneigter Leser,schade, schade, schade! Dieses Buch war so verheißungsvoll, klang so spannend: Ein Telefonanruf bringt die Geschichte ins Rollen: Ewa, eine arbeitslose Journalistin, soll Material für ein Buchprojekt über die Agentin Krystyna Skarbek alias Christine Granville alias Pauline Armand sammeln. Eine polnisch-französisch-englische Spionin im zweiten Weltkrieg, die mit den Männern spielte - und mit ihrem Leben. Eine Frau voller Leidenschaften, Polin, Jüdin und einer der erfolgreichsten Agentinnen der britischen Spionage... Ja, das hörte sich spannend an, aber leider handelt das Buch über weite Strecken nicht von der Spionin, sondern von den Zweifeln der Autorin: Werde ich mich der Person nähern können, werde ich spannende Informationen erhalten, wer war diese Frau, was hat sie gemacht, was war so besonders, wie komme ich an sie ran... Und in diesen Fragen geht die Geschichte leider baden: Völlig enervierend sind die ständigen Selbstzweifel der Autorin, die die Geschichte nicht bereichern, sondern nur hemmen. Wirklich Schade, denn die Idee zu diesem Buch ist grandios und auch der Stil der Autorin sehr gelungen, aber leider ist dieses Buch für mich, und ich möchte das nur auf mich beziehen, kaum lesbar, leider... Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 27. Mai 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |