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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Elena Loewenthal: Ein Hering im ParadiesPiper Verlag, 303 Seiten, Hardcover/Leinen, DM 38.-,
Geneigte Leserin, geneigter Leser,der jüdische Witz ist wirklich sprichwörtlich, aber wenn wir uns fragen, welche explizit jüdischen Witze wir kennen, dann müssen wir uns eingestehen, daß wir kaum welche kennen. Dabei wird die Kultur des jüdischen Witzes seit Jahrhunderten gepflegt, wie kaum eine andere. Aber auch an dieser Stelle wird der schmerzliche Verlust der jüdischen Kultur durch die Barbarei der Deutschen in diesem Jahrhundert deutlich.. Um so lobenswerter ist das Unterfangen von Elena Loewenthal, uns die besondere jüdische Kultur des Witzes wieder zugänglich zu machen. Keine andere Kultur hat eine solche Selbstironie entwickelt, hat solch philosophische Höhen des Paradoxen im Witz entdeckt. Frau Loewenthal legt nun nicht eine banale Witzsammlung vor, sondern hat sich auch auf die Hintergründe gestützt und steht uns so mit ihrem fundierten Fachwissen hilfreich zur Seite, erklärt uns kaum mehr verständliche Besonderheiten und Eigenheiten, und hat einen kurzen aber prägnanten Glossar an das Buch angeschlossen. Mit weiteren kurzen Kommentaren zwischen den Witzen erklärt sie uns die Zusammenhänge. Und so schafft dieses Buch zweierlei: Es zeigt uns die vielen jüdischen Wurzeln der Komik an sich und interessiert uns für die jüdische Traditionen. Großartig. Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 28. August 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |