Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Gabriele Kreuzsaler: Eberhard, die "schwule Sau"

taormina Verlag, 33 Seiten, DM 24.80
ISBN: 3-932657-07-1

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

das soll nun also das ultimative Kinderbuch zum Thema Schwulsein sein. Leider ist es das nicht. Fangen wir mit den positiven Punkten an: Die zwanzig Zeichnungen von Màrio Jorge da Cunha Machado sind gut gelungen und machen Spaß. Das ist aber schon alles, was mich an diesem Buch anspricht.

Die Autorin hat so richtig danebengegriffen. Was will sie mit dem Buch? Eberhard, ein Schwein auf einem Bauernhof, wird von den Hühnern "schwule Sau" genannt, erst durch ein einfühlendes Gespräch mit einer Oberhenne wird uns allen und Eberhard klar, daß Schwulsein gar nicht schlimm ist und daß Liebe immer etwas Gutes ist. Gähn. Denn Eberhard ist nicht schwul, dafür ist er noch zu klein.

Also betrifft ihn das gar nicht, und die LeserInnen dieses Buches auch nicht. Die Message, daß man Klischees hinterfragen soll, ist wohl das einzig wichtige an diesem Buch. Das hätte aber besonders die Autorin beherzigen sollen.

Dieses Buch ist Schrott.

Didine van der Platenvlotbrug

Kreuzsaler, Gabriele: Eberhard, die "schwule Sau"
taormina Verlag 1998, 33 S.
ISBN 3-932657-07-1, DM 24,80

Die Besprechung erschien am 6. Oktober 1998

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