Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Barth Koserow: Rosentals Erster

Bruno Gmünder Verlag, 271 Seiten,
ISBN: 3-86187-405-9, DM 22.00

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

es gibt immer wieder positive Überraschungen. Dieser schwule Krimi ist eine solche. Das Debüt von Barth Koserow ist großartig gelungen. Eine neue Krimireihe schickt sich an, die Herzen der Leser zu erobern.

Held der Geschichte ist der junge Psychologe Mirko Rosental, dessen Leben auf dem Kopf steht: er hat sich von seiner Frau getrennt, er zieht aus seiner Wohnung aus und muß sich auf seine Abschlußprüfung als Polizeipsychologe vorbereiten.

Er gerät nicht nur in die Arme des Handwerkers Jürgen, in den er sich verliebt, sondern auch in einen haarsträubenden blutrünstigen Kriminalfall.

Junge Stricher verschwinden reihenweise, und alles, was von ihnen übrigbleibt sind abgeschnittene Ohren. Zusammen mit seinem unheimlichen und beunruhigenden Mentor Graustein macht sich Rosental auf die Suche nach dem Täter. Dabei stellt dieser dem Psychologen-Team eine Falle nach der anderen, so daß sich bald der Psychologe Graustein unter Mordverdacht im Gefängnis wiederfindet.

Dieser Krimi ist vielleicht ein bißchen drastisch und blutrünstig, aber eine äußerst gelungene Abwechslung im Krimiallerlei mit all den vielen Maigret- und Columbo-Doubles. Nebenbei gelingt es Koserow, grandios unverkrampft über Sex zu schreiben, daß es eine Wonne ist. Ich wünsche mir noch viele Barth-Koserow-Krimis...

Didine van der Platenvlotbrug

Koserow, Barth: Rosentals Erster
Krimi
Bruno Gmünder Verlag 1998, 272 S.
ISBN 3-86187-405-9, DM 22,00

Die Besprechung erschien am 6. Oktober 1998

Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug

© 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug