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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Jürgen Kesting: Maria CallasEcon Taschenbuch Verlag, 431 Seiten, DM 18,90 Geneigte Leserin, geneigter Leser,in der langen Reihe von Biographien über die Callas hier nun eine weitere. Es scheint immer schwieriger zu werden, zwischen der wirklichen Callas und dem Mythos zu unterscheiden, die "absolute Stimme" ist auch heute noch ein, wenn nicht der Wertmaßstab für Sängerinnen im Opernfach, trotzdem ist ihre Persönlichkeit nur nncoh verwischt zu erkennen, und bald wird der Mythoos die wirkliche Callas gefressen haben. Jürgen Kesting hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Callas Neues und Erhellendes zu schreiben und vor allen Dingen umfassend zu berichten. So fallen die ausführliche Discographie, sowie die Aufführung ihrer Auftritte zwischen 1938 und 1974 auf. Auch sonst versucht Kesting, sich der Callas so genau wie möglich zu nähern, und daran krankt dieses Buch: Für Callas-Maniacs bestimmt ein Vergnügen, ist es für den "normalen" Bewunderer der Callas nicht wichtig zu wissen, welchen Ton in welcher Arie die Callas anders betonte als andere Sängerinnen vor ihr, welche Koloratur bei ihr so einzigartig war und warum der Auftritt in New York so viel spezieller war als der in der Mailänder Scala. Der Person Callas kommen wir nicht näher, die Sängerin Callas wird hingegen bis ins kleinste Detail analysiert. Wie gesagt: Für Opern- und Callas-Maniacs bestimmt spannend, für mich leider nicht wirklich interessant. Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 25. Juli 1998 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |