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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Robert van Gulik (Edt.): Merkwürdige Kriminalfälle des Richters DiDiogenes Verlag, 379 Seiten DM 16,90 Geneigte Leserin, geneigter Leser,seit Jahren gehöre ich der Fangemeinde an, die alle "Richter Di"-Krimis verschlingt. Und hier liegt nun die Neuausgabe eines der besten "Richter Di"-Krimis vor. Der Charme dieser Krimis liegt in der ungewohntenStruktur der Geschichten. So löst der Held Richter Di nicht nur einen, sondern meistens mindestens drei verschiedene Kriminalfälle gleichzeitig. Äußerst selten greift er zum Mittel der Gewalt, meistens ist es seine Kombinationsgabe, die ihn auf die richtige Fährte führt. Nebenbei erfährt der Leser und die Leserin einiges über das Leben in China zur Zeit des Richters Di (7. Jahrhundert n. Chr.), über die Gerichtsbarkeit dieser Zeit und den hochentwickelten Beamtenstaat. Aber auch typische Speisen, Feste, die Mystik und die Geschichten der Zeit kommen nicht zu kurz. Die "Richter Di"-Krimis sind immer auch ein intellektuelles Abenteuer - Krimis für GenießerInnen. In diesem Buch recherchiert Richter Di in drei Fällen gleichzeitig: Ihn beschäftigt ein "Doppelmord im Morgengrauen", der Fall der "fremden Leiche" und der Fall der "vergifteten Braut". Die Lösungen sind oft verblüffend und überraschen den Leser und die Leserin. Ich werde Sie ihnen natürlich nicht verraten, aber oft steckt in einem morschen Holzhaus mehr, als man vermutet, und die Motive sind meistens die ältesten der Welt: Habgier und die Liebe. Seien Sie gewarnt, denn Richter Di macht sofort süchtig, und auch wenn es über 15 "Richter Di"-Krimis gibt, so werden Sie diese innerhalb kürzester Zeit verschlungen haben. Noch kurz ein Wort zum Autor. Robert van Gulik war Sinologe, Linguist und Sprachforscher, Musiker, Maler, Kalligraph, Diplomat und Botschafter und nebenbei auch Krimiautor - ein faszinierender Mann. Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 25. Juli 1998 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |