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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Dieter Gorny, Jürgen Stark (Hrsg.): Pop&Kommunikation - Jahrbuch 1999/2000Econ Verlag, 304 Seiten, Hardcover,
Geneigte Leserin, geneigter Leser,mit großem Geklapper kommt nun das inzwischen zweite Jahrbuch Pop&Kommunikation auf den Markt. Viva-Medienmogul Dieter Gorny hat wieder Kollegen und Freunde zusammen getrommelt und die haben dann alles wissenswerte über Pop und Kommunikation am Ende des Jahrtausends zusammengetragen. Das ganze wurde von der "Koemmet Agentur für Kommunikationsdesign" in ein "Design" gepresst und soll nun für uns Medienmenschen das Opus Gorny darstellen. Zu diesem Buch gibt es viel zu sagen und so nehme ich mir die Zeit und den Platz einen eingehenderen Blick auf dieses Werk zu werfen. Fangen wir an den Äußerlichkeiten an. Imposant ist die Größe und die Dicke des Werkes, aber Angesichts des Anspruches, ist Größe und Dicke nicht verkehrt. Das Design dieses Buches aber läßt uns mit offenen Mündern zurück: was uns die "Koemmet Agentur für Kommunikationsdesign" als Design präsentiert bekommt hier nur die Note 6 ungenügend: völlig beliebige Designstrukturen, von denen keine einzige positiv heraussticht beleidigen unsere Augen, kein einziger Schriftsatz ist auch nur im Ansatz spannend gestaltet. Und diese Beliebigkeit gibt den Buch ein Aussehen, was ich nur mit "billig" beschreiben kann. Wenn dieses Werk nun das Jahrbuch sein soll und extra ein Designer für die Gestaltung engagiert wurde, da hätten wir uns doch wesentlich mehr an Kreativität, Zukunftsorientierung und vielmehr Schlichtheit gewünscht. Kommen wir zum Inhalt: Auf über dreihundert Seiten beschreiben Musik- und TV-Experten den Ist-Zustand der deutsch-produzierten Musiklandschaft. Oder doch eher den Vermarktungs- und Präsentationsmechanismen. Auffällig genug, daß in diesem Sammelsurium an Texten in äußerst unterschiedlicher Qualität viele Plattenbosse und Musikjournalisten zu Wort kommen, aber kein einziger Popmusiker. Und so ist es wie mit den verklemmten Jungfern, die immer nur über etwas reden es aber selbst machen: Trotz der Vielfalt bleibt dieses Buch merkwürdig dünn in der Aussage. Was will dieses Buch eigentlich sein: Eine Sammlung an Texten, die den Musikstandort Deutschland beschreiben? Es ist eine sehr platte Werbeschrift für die eigenen Werbe- und TV-Szene geworden, die nun sich selbst ständig auf die Schultern klopft, aber eines bestimmt nicht schafft: Die (Pop-)Musik in Deutschland 1999 auch nur im Ansatz zu beschreiben. Dieses Buch ist somit von Anfang bis Ende nur ein einziger Etikettenschwindel, denn es ist ein Buch über den Zustande der Wirtschaft im Musik- und TV-Businessbereich, aber kein Jahrbuch Pop&Kommunikation. Dieses Buch ist so unnötig wie ein Kropf... Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 30. November 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |