Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Max Goldt: Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine

Haffmans Verlag, 506 Seiten, Hardcover,
DM 36.00, erschienen 1999, ISBN-Nr.: 3-251-00440-9

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

ja, da ist er wieder: der gute alte Max Goldt! Immer wieder lesenswert und immer wieder überraschend gut. Nun gehöre ich ja zu der Generation, die noch seine ersten Einspielungen mit Gerd Pasemann als "Foyers des Arts" kenne und so gehöre ich seit Jahr(zehnt)en zu den Geläuterten und Geretteten, die dem jungen Mann immer wieder an den oft so garnicht schamigen Lippen hängt und mit verzücken die Wahrheit der Welt präsentiert bekommt.

Schließen sie nun nicht auf mein Alter, denn die erste F-d-A-LP erschien 1981. Aber verlassen wir dieses Terrain.

In "Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine" versammelt Max Goldt wieder einmal seine besten Kolumnen um sie nun einem jungen, nachgewachsenen Publikum zu präsentieren, die nicht länger ohne Wahrheiten leben soll. Und angereichert wurden diese Kolumnen mit ein paar frischen Texten. So halten wir in den Händen das definitive Max-Goldt-Einsteigerbuch. Endlich gibt es nicht mehr die nervtötenden Diskussionen am Tresen, morgens um 3.00 Uhr, die ungefähr wie folgt anblaufen:
alternde Tunte, multiple Alkoholintoxikation: "Also, früher war er ja besser, da war er noch so pur, jetzt, ja, er ist gut aber halt nicht mehr so wie 19hundert, äh..., also wenn Du Max Goldt kennenlernen möchtest mußt Du die ersten Sachen von ihm kennenlernen." Jungschwuler, nüchtern: "Aha!" alternder Homohippie, bekifft: "Quatsch, immer die Kolumnen lesen, da ist er am allerbesten und am nähesten..."

Und so weiter, und so weiter....

Also, alle Max-Goldt-Neueinsteiger greift zu diesem Werke!

Didine van der Platenvlotbrug

Goldt, Max: Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine
Beste Kolumnen
Haffmans Verlag 1999, 504 S.
ISBN 3-251-00440-9, DM 36,00

Die Besprechung erschien am 30. November 1999

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