Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Susan Geason: Haifischfutter

Haffmans Verlag, 256 Seiten, Taschenbuch,
DM 16.00, erschienen 1999
ISBN-Nr.: 3-251-30115-2

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

was für einen wundervollen "hardboiled" Krimi haben wir hier. Susan Geason hat uns einen australischen under-dog Helden geschenkt, den die Welt noch nicht gesehen hat: Syd Fish lebt in einem völlig runtergekommen Stadtviertel Sydneys. Dort schlägt er sich wie die vielen anderen kaputten Kreaturen des Viertels durchs Leben, immer in einer der vielen Imbiß-Gaststätten zu Hause, in der es außer dem lebenswichtigen Kaffee und fettigen Schnitzeln mit Pommes von der Inhaberin Val auch noch einen Tip für das Überleben in der Großstadt gibt.

Einer der Stammgäste, der in einer verlausten Unterkunft wohnende Ex-Jockey Selwyn, wird seid geraumer Zeit vermißt. Da Syd nichts weiter zu tun hat, nimmt er sich des Falles an und schlittert geradewegs in die starken Arme gar nicht netter Biker, die dann flugs das Auto seines besten Freundes in die Luft sprengen. Was die Machenschaften eines Pferdemillionärs, die der Biker und eine Autowerkstatt mit einander zu tun haben, daß müssen Sie schon selbst lesen, aber lassen Sie es sich gesagt sein: Dieser Krimi ist nichts für zartbesaitete Seelen. Und darum ist er so gut.

Ein besonderes Kompliment geht an den Übersetzer Andreas Vollstädt, der bei den verschiedensten australischen Slangbegriffen wohl Blut und Wasser geschwitzt haben mag...

Didine van der Platenvlotbrug

Geason, Susan: Haifischfutter
Taschenbuch
Haffman Verlag 1999, 256 S.
ISBN 3-251-30115-2, DM 16,00

Die Besprechung erschien am 28. August 1999

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