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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Katherine V. Forrest: KreuzfeuerAriadne Krimi Verlag, 252 Seiten,
Geneigte Leserin, geneigter Leser,Forrest ist nicht nur eine lesbische, sondern auch eine schwule und heterosexuelle Kultautorin. Sie schafft es aus der lesbischen Perspektive, die Welt um sie herumpackend und mitreißend zu beschreiben. "Authentisch" ist wohl das Wort, das die Kultkrimis am besten beschreibt. Im Interview bestätigt sie, daß sie im regen Kontakt mit vielen Cops ist, und so ein umfassendes, spannendes und eben wirklichkeitsgetreues Bild zeichnen kann. In "Kreuzfeuer" wird die lesbische Kommissarin Kate Delafield des Los Angeles Police Departements bei einem Routineeinsatz von einer Kugel getroffen. Nach dem Urteil der Ballistiker kam die Kugel allerdings nicht aus der Waffe des Verdächtigen, sondern aus einer der Polizeiwaffen der an der Aktion beteiligten KollegInnen. Nur ein Querschläger oder doch Absicht, ihr als Lesbe eins auszuwischen? In ihrer nun gewonnen Freizeit, ihre Schulter muß erst abheilen, bekommt sie den Auftrag einem Kollegen, der als besonders gemein, unfair und widerlich verschrien ist, vor einem polizeiinternen Untersuchungsausschuß beizustehen, da ihm vorgeworfen wird, mit verantwortlich für den Tod seines Cop-Partners zu sein. Bald wird klar, daß es Kräfte innerhalb der Polizei gibt, die an der Wahrheit nicht sonderlich interessiert sind, sondern unbequeme Polizisten lieber abschieben. Warum müssen aber immer wieder homosexuelle Cops darunter leiden und wer outet sie. Bis Kate Delafield der Verschwörung auf den Grund gehen kann, erleben wir wieder einmal 252 Seiten Forrest in Hochform. In dem grandiosen Krimi kann Forrest wieder einmal ein großartiges und spannendes Bild zeichnen: sehr schlüssig, äußerst gelungen! Und ihre Heldin überzeugt völlig: selbstbewußt, tough, souverän und auch noch sexy: was will frau und man mehr? Für alle Krimifans ist Forrest nun zu einem "must" geworden. Mit ihrem "Kreuzfeuer" hat sie das Niveau für gay-crime enorm hoch gelegt: gut so! Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 20. Juni 1999 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |