Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Philippe Fix: Serafin und seine Wundermaschine

Diogenes Verlag, 36 Seiten, Broschur, diverse vielfarbige Zeichnungen
DM 12,90, erschienen 1999, ISBN-Nr.: 3-257-25046-0

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

ein gutes Kinderbuch hat immer etwas anarchisches an sich. Der kleine Held der sich gegen das übergroße wehrt oder die kleine Heldin, die die ganze Welt auf den Kopf stellt.

Eines der schönsten Kinderbücher ist das von dem Franzosen Philippe Fix gezeichnete "Serafin und seine Wundermaschine", der eben das erwähnte anarchische Element mit dem typisch französischen Charme behandelt. Da versucht Serafin seinen Arbeitsplatz menschenwürdig zu gestalten und darf es nicht, mit Plum dem kleinen Sohn / Freund (wir wissen es nicht genau) erbte er ein Haus, das er mit eigener Kraft zu einem Kindertraumpalast umbaut. Klar, daß der handwerklich geschickte Serafin auch eine riesige Musikmaschine erdenken kann. Und als sein Haus den Hochhäusern weichen soll, ist es klar, daß mit dem Wunderdrachen die Bauarbeiter vertrieben werden. Wenn er sich mit Plum letztendlich entschließt, das Haus zu verlassen, so ist es einerseits eine Flucht, andererseits der Beginn eines neuen Abenteuers.

Die wunderschöne Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Mann und seinem kleinen Freund ist eines der schönsten Kinderbücher überhaupt. Ich kann nur hoffen, daß viele Kinder dieses Buch in die Hände bekommen und die Eltern, wie ich damals, löchern und mehr über die "komische" Beziehung zwischen den beiden Helden des Buches erfahren wollen...

Didine van der Platenvlotbrug

Fix, Philippe: Serafin und die Wundermaschine
Diogenes Verlag 1999, 36 S.
ISBN 3-257-25046-0, DM 12,90

Die Besprechung erschien am 30. Oktober 1999

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