Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen

Miß Marple

Carola Dunn: Miss Daisy und die tote Sopranistin

Rütten & Loening Verlag 1988, 240 Seiten geb.,
ISBN: 3-352-00599-0, DM 36,00

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

Sie werden sich sagen: schon wieder eine Krimireihe, und Sie haben recht, es grassiert. Deswegen möchte ich Ihnen hier eine besonders gelungene ans Herz legen.

Die Krimis um Miss Daisy spielen im England der zwanziger Jahre. Ein sehr angenehmes Ambiente, um mit der sympathisch gezeichneten Detektivin Miss Daisy und ihrem fast-Lover, einem Chief Inspector bei Scotland Yard, die Abenteuer zu bestehen.

Während Miss Daisy und ihr Freund Verdis "Requiem" in der ehrwürdigen Royal Albert Hall lauschen, bricht auf der Bühne die Mezzosopranistin tot zusammen. Schnell ist klar, sie wurde vergiftet. Sofort läßt Miss Daisy ihrem sechsten Sinn freien Lauf und muß feststellen, daß die Liste der Verdächtigen immer länger wird: Ist es der unter dem Pantoffel stehende Ehemann oder die gedemütigte Schwester der Sängerin, ist es einer der Amouren der Künstlerin oder handelt es sich um einen Konkurrenzkampf unter Künstlern?

Carola Dunn hat ein schönes, rundes Buch abgeliefert. Besonders auffällig ist die Protagonistin: Miss Daisy hat so gar nichts von den ultra-coolen Detektiven ihrer Zunft, sie ist eher eine schüchterne zurückhaltende junge Dame, die fast schon wie ein graues Entlein wirkt, und dies macht sie so sympathisch.

Didine van der Platenvlotbrug

Dunn, Carola: Miss Daisy und die tote Sopranistin
Rütten & Loening Verlag 1988, 240 S.
ISBN 3-352-00599-0, DM 36,00

Die Besprechung erschien am 20. Juni 1998

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