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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Anne Brontë: Agnes GreyGeneigte Leserin, geneigter Leser,hier nun ein Roman aus der britischen Romancier-Familie des letzten Jahrhunderts: die Brontës. Emily Brontës Meisterwerk "Sturmhöhen" sollte jedem bekannt sein, ist es das nicht, so muß ich rügen und sage: "Ab in die Buchhandlunng und kaufen". Bekanntermaßen waren auch die beiden Schwestern Anne und Charlotte begnadete Schriftstellerinnen. Die dramatische Handlung ist schnell erzählt: unendlich viele schreckliche Prüfungen muß die junge Gouvernante in ihrem kargen Leben ablegen, sie wird von bösen Menschen gebeutelt, und nur ihr Glaube an Gott, Gerechtigkeit und an die Zukunft können das junge Ding vor der tiefen Verzweiflung retten. Und siehe da: die Gouvernante, die, unabhängig von ihrer sozialen Stellung, Rechte als Mensch einfordert, wird letztendlich Erfolg haben. Die Nähe zu dem bekannteren Roman ihrer Schwester Charlotte "Jane Eyre" ist offensichtlich, trotzdem stehen beide Romane eigenständig nebeneinander. Während Charlotte mehr Wert auf eine überrraschende Handlung legt, überwiegen bei Anne die viktorianischen Werte. Beide Bücher haben ihren eigenen bezaubernden Charme. Großartige Sprache, herzzerreißende Storys über arme geknechtete Frauen, die letztlich im Arm ihrer großen Liebe dahinsinken, aber auch für ihre Zeit ungewöhnlich emanzipierte Frauen, die im Lebensstrudel ihren eigenen Weg gehen, sind die Zutaten für wirklich große Literatur, und wer liebt es nicht, in einen feinen englischen Mürbekeks zu beißen, während die Heldin durch einen tiefdunklen, regengepeitschten Herbstwald vor dem Schrecken fliehen muß? Mein Appell: Lesen Sie öfters mal etwas von den Brontës. Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 24. November 1998 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |