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Die Buchbesprechung von Didine und KollegInnen
Dieter Bartetzko: Caterina Valente - Ein Wirtschaftswunderdtv Verlag, 278 Seiten, Geneigte Leserin, geneigter Leser,mein persönlicher Eindruck von Caterina Valente war immer ein etwas verschwommener: Sie war deutsch-italienische Schlagersängerin der fünfziger und sechziger Jahre und gleichzeitig amerikanische Jazz-Sängerin, südamerikanische Gitarristin und Schweizer Artistin. Nun klärt uns Dieter Bartetzko auf: All das war und ist sie. Während Frau Valente in Deutschland Schlager sang, eroberte sie in Paris die Chansonbühnen und in Amerika die Jazzclubs. Sie hatte sich nie dem Luxus hingegeben, nur in eine Schublade zu passen, nein, sie tanzte auf den verschiedensten Hochzeiten. Zu viele, wenn man sich das deutsche Publikum anschaut, da wurde es mißtrauisch, als in den Sechzigern der Schlagererfolg in Deutschland nachließ und dafür alle Größen des Jazz mit der Valente arbeiteten. Das deutsche Publikum verzeiht nicht so schnell, und trotzdem wagte Caterina Valente immer wieder völlig neue Stile und Konzepte. In diesem Buch zeigt Dieter Bartetzko die deutschen Stationen der Karriere von Frau Valente auf, kompetent und in Zusammenarbeit mit ihr ist ein spannendes und sehr gelungenes Buch entstanden, das einen großen Teil der Karriere der Valente widerspiegelt. Ein kleiner Wermutstropfen: Immer wieder verweist der Autor auf die weiteren großen Erfolge, reißt sie aber immer nur an. Was waren ihre großen Erfolge in Südamerika, welche großen Shows hat sie in den USA gemacht? Da würde man gerne noch einen Hauch mehr erfahren. Es ist ein wirklich rundes Buch geworden, das der Vielfalt, dem Können, der Brillanz der Valente durchaus gerecht wird und ganz nebenbei einen ziemlich guten Einblick in die Seele des deutschen Spießertums gibt. Großes Verdienst von Herrn Bartetzko ist das Kapitel, daß sich besonders mit dem Einfluß der Valente auf die Schwulenszene der fünfziger und sechziger Jahre beschäftigt. Ja, die Valente war auch immer ein Schwulenstar... Didine van der Platenvlotbrug
Die Besprechung erschien am 6. Oktober 1998 Wollen Sie einen Kommentar abgeben? Schreiben Sie an Didine van der Platenvlotbrug © 1998, 1999 by Didine van der Platenvlotbrug |